Alles könnte anders sein!“
Krisen der Gegenwart zwischen Verunsicherung und Utopien

Im März 2020 war mit Corona plötzlich alles anders: gesellschaftliche Gewissheiten und Gewohnheiten des Alltags sind in einer nie geahnten Weise (vorübergehend) verloren gegangen. „Alles könnte anders sein!“ So hatte Harald Welzer sein 2019 erschienenes Buch einer „Gesellschaftsutopie für freie Menschen“ betitelt. Das hatte er durchaus optimistisch gemeint.
Mit Blick auf die vielfältigen Krisen der Gegenwart – neben Corona speziell auf die Klima- und die Demokratiekrise – können wir uns fragen: Inwieweit und wie kann die aktuelle Coronakrise auch als Übergang zu etwas Neuem, anderem genutzt werden? Wie kann ein Diskurs über positive Zukunftsbilder gestärkt werden? Und welche Rolle kann das Psychodrama dabei spielen: als Zugang, der Intellekt und Emotion verbindet und Kreativität fördert, wo Haltungen entwickelt und Utopien in der surplus reality entworfen werden können?


Katharina Novy, Mag.a Dr.in, Soziologin, Historikerin, Psychodramaleiterin. Tätig in der politischen Erwachsenenbildung und Fortbildung, als Trainerin und Beraterin in Zivilgesellschaft sowie im Sozial- und Bildungsbereich. Soziodrama-Seminare u.a. zu Themen wie „Widerstand und Anpassung“, „Politik mit der Angst“, „Selbstverständliche Demokratie?“, „Klimawandel und Wir“ sowie zu Gender und Diversitätsthemen. Leiterin des Programmbereichs „Gesellschaft im Dialog“ im Kardinal König Haus in Wien (in Bildungskarenz); in Ausbildung zur Supervisorin.


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