Zeitreisen soziodramatisch: Psychodrama zwischen gestern, heute und morgen.

Wir greifen den Symposiumstitel „Psychodrama 2.0 – Brücken in die Zukunft“ auf und werden zu soziodramatischen Zeitreisenden. Im Soziodrama stehen die gemeinsamen Themen, die gemeinsamen Rollen im Vordergrund. Als soziodramatische Zeitreisenden versuchen wir die Optionen, die uns heute offen stehen, besser zu verstehen, indem wir die zeitliche Perspektive erweitern:
• Wo kommen wir her? Warum sind wir wie wir sind?
• Wo stehen wir heute mit dem Psychodrama?
• Welche möglichen Zukünfte gibt es denn? Welche Brücken aus der Zukunft führen in unsere Gegenwart?
In der Surplus Realität des Soziodramas können wir zwischen den Zeiten springen und erleben, welche Entscheidungen und Verhaltensweisen welche Auswirkungen haben („Schmetterlingseffekt“) Einerseits nimmt dies einem die Illusion der Kontrollierbarkeit sozialer Systeme, andererseits macht es einem den eigenen Einfluss auf Geschichte(n) sehr deutlich.
Gerade bei den Zukunftsvariationen ist es spannend, sie nicht nur sprachlich zu beschreiben, sondern sie auch direkt (körperlich und emotional) zu erleben und „durchspielen“ zu können. In Reflexionsschleifen lassen sich dann wiederum gut die eigenen Einflussmöglichkeiten herauserarbeiten.


Christoph Buckel, Diplom-Psychologe, Psychodrama-Leiter (DFP) und Soziodramatiker. Seit 2011 arbeitet er selbstständig von Karlsruhe aus und seit vielen Jahren als interner Berater für Change Management bei der Deutschen Bahn AG. Er ist Mitgestalter des Psychodrama Instituts Freiburg/Heidelberg und Mitbegründer der Soziodrama Akademie. Er ist Mitautor des im Mai 2021 erscheinenden „Praxishandbuch Soziodrama“. Außerdem engagiert er sich für die Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie (ZPS).
www.soziodrama-akademie.de


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