Zur Kunst des Brückenbauens zu Menschen, die an Verschwörungen glauben.
Psychodramatische Architekturansätze.

Menschen aller sozialer Schichten haben sich an einem Ufer versammelt, wo sie einander bestätigen, dass es finstere Mächte gibt, die im Verborgenen das Weltgeschehen steuern. Die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie haben mittels der sozialen Medien dieses immer schon existierende Phänomen rasant befeuert. Wer nicht an diesem Ufer lebt – Verwandte, FreundInnen, ArbeitskollegInnen – kann es oft nicht fassen, dass die davor zuverlässig gewesene Brücke zu nahestehenden Menschen nicht mehr trägt.

In diesem Workshop soll diese Szene in ihrer Architektur theoretisch und im Perspektivenwechsel praktisch verständlich gemacht werden. Psychodramatische Ansätze zum Brückenbau sollen skizziert und ausprobiert werden. Garantie für die Tragfähigkeit dieser Brücken gibt es leider nicht. Aber versuchen wollen wir es.

Bitte vor dem Workshop das Video anschauen: „Verschwörungstheorien. Hilfe! Was PsychotherapeutInnen dazu wissen sollten“. Zugang zum Video über die Webseite der FS PD und über https://www.youtube.com/watch?v=PqaNwFwXvH4.


Karoline Hocheiter, Dr.phil., Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (Psychodrama) in freier Praxis. Lehrtherapeutin der Fachsektion Psychodrama im ÖAGG, 2006-2009 Ausbildungsleiterin. Brückenarchitektin zwischen Fachsektion Psychodrama im ÖAGG und Paris Lodron-Universität Salzburg. Der erste ULG_PD_PLUS hat im März 2020 begonnen.


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