Gender 2.0 oder zurück in die Zukunft?
Fiktionen – Projektionen – Performanzen

Doing Gender ist ein fortlaufender und permanenter Prozess, der alle betrifft und einem ständigen Wandel – aber nicht immer einem Fortschritt – unterliegt. Durch die pandemische Krise scheint sich auch aktuell das Rad der Emanzipation der Geschlechter in einigen Bereichen wieder zurück zu drehen. Da sich das doing gender in jeder Begegnung in Szene setzt nimmt dieses Tun auch essentiellen Einfluss auf das psychotherapeutische Geschehen. Ziel des workshops ist es, die dabei wirksamen Fiktionen, Projektionen und Ausdrucksformen selbstreflexiv in den Blick zu nehmen. In der Erwärmungsphase soll ein kurzer und zwangsweise unvollständiger Überblick über die oft kontroversen gendertheoretischen Zugänge einen Rahmen für das Thema schaffen. Anknüpfend an diese Eckpunkte wird versucht in einer aktiven Phase durch die in der Gruppe vorhandenen Ressourcen den gendersensiblen Diskurs zu vertiefen und dadurch das eigene psychotherapeutische Handeln zur bereichern.


Gabriele Kastner, Dr.in, MSc, Psychologin, Psychodrama-Psychotherapeutin und Supervisorin in freier Praxis mit Schwerpunkt Traumatherapie und klinisch-psychologische Diagnostik; Berufserfahrung als Beraterin in frauenspezifischen Beratungseinrichtungen und als Univ.-Lehrbeauftragte u.a. für geschlechtsspezifisches Gesundheitshandeln und Psychotraumatologie


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