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Wenn aus Liebe Leben wird – der Fötus und seine Eltern

Bereits mit der Schwangerschaft beginnt sich die Soziometrie eines Paares zu verändern. Was im Wunsch noch leicht erscheint, wird oft im tatsächlichen Erleben eine große Herausforderung.

Auch wenn als dritte Person noch nicht sichtbar, spielt der Fötus bereits eine entscheidende Rolle. Zentral sind dabei unterschiedliche Rollenerwartungen, sowie neu entstehende Rollenkonfigurationen zwischen Mann und Frau, Mutter und Fötus, wie auch Vater und Fötus. Erkenntnisse aus der Pränatalforschung geben dieser Lebensphase immer mehr Bedeutung in Bezug auf die Begegnungs- und Beziehungsfähigkeit des Menschen. Die fördernden wie auch traumatischen Erfahrungen aus dieser Zeit sind im Körpergedächtnis gespeichert und wirken. Durch das Fehlen der dreidimensionalen Wahrnehmung sind sie szenisch nicht zuzuordnen und durch klassische Interventionen nicht aufzulösen.

Im Workshop werden wir die angeführten Herausforderungen, sowie mögliche Störungen mittels praktischer wie theoretischer Auseinandersetzung diskutieren. Interventionsmöglichkeiten für die psychodramatische Praxis mit Kindern, Jugendlichen wie auch Erwachsenen werden vorgestellt.


Biegler-Vitek Gabriele, MSc
Psychotherapeutin (Psychodrama), Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin im Fachspezifikum Psychodrama ÖAGG/Donau-Universität Krems, Leiterin der Weiterbildung Psychodrama mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen