Weiterbildung
Aktuelle Termine
WBC Rollenspielleitung - Ausbildungsbeginn 2009
18./19. Dez. 2009, jeweils immer von Freitag 15-00 - 20.15 bis Samstag 9.00-17.45, Anmeldung bei den Ausbildungsleiterinnen.
Einleitung
"Aber der Mensch sehnt sich danach, weit mehr Rollen zu verkörpern, als jene, die ihm im Leben zu spielen gestattet sind." J.L.Moreno.
Das Psychodrama beschäftigt sich mit dem Wechselspiel (den Alltags-Inszenierungen) der Menschen als soziale Wesen. Im Mittelpunkt steht deren Handeln – Voraussetzung und Grundlage dafür ist die Fähigkeit soziale Rollen einnehmen und gestalten zu können.
So gesehen ist Psychodrama eine „Sozialwissenschaft“, eine „Sozialpsychologie“.Das alles umspannende Thema ist die Inszenierung des menschlichen Lebens und die Inszenierung jeglichen Lebens durch die Menschen. Sie müssen dazu individuell und als Gruppe ein ausreichendes Rollenrepertoire entwickeln, um am Drama des Lebens aktiv und kreativ mitzuwirken.
Psychodrama ist auch eine Methode, das Wechselspiel der Menschen erlebbar, reflektierbar und bearbeitbar zu machen. Vom Leben lernen: durch nachspielen und reinszenieren auf der Psychodramabühne, um in einem kreativen Prozess Neues zu entwickeln und die Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Erfahrungen, die dann im Alltag zu verwirklichen sind. Ausgangs- und Bezugspunkt ist der eigene Alltag – 24 Stunden lang.
Die Inszenierung kann drei Schwerpunkte haben: Sie kann themen-, protagonisten- oder gruppenzentriert sein.
Das psychodramatische Rollenspiel beschäftigt sich mit dem Erwerb und dem Lernen von Rollen mit dem Ziel kreativen Handelns und der dafür notwendigen szenischen Gestaltung. Treten die Handelnden nicht primär in ihrer Rolle als Individuen auf sondern als Gruppe erfolgt die Bearbeitung der Themen im Soziodrama.
Die Bearbeitung der vielfältigen inneren und äußeren Rollenkonflikte, die Mangels eigener Rollenkorrektur zu permanenten Leiden führen, gehören in den Bereich der Psychodramapsychotherapie. Die sozialen Muster der Interaktionen von Lebewesen, ihre Vorlieben und Ablehnungen sind Themen der Soziometrie.Die weiteren Instrumente der psychodramatischen Arbeit neben der Bühne sind der/die ProtagonistIn, die Hilfs-Ichs, die Gruppe und der/die LeiterIn (DramaturgIn).
Rollenspielleitung
Aus-und Weiterbildung im Psychodrama-Rollenspiel
Inhalt der Ausbildung ist ein vertiefendes Angebot zum LeiterInnenverhalten in Gruppen. Die Kompetenz zur szenischen Arbeit und zum szenischen Verständnis im Psychodrama – Rollenspiel wird durch Vermittlung von methodenspezifischer Technik erlebt und auf Basis der Rollentheorie reflektiert. Während der Ausbildung werden die Erfassung der Themenfindung, die Dynamik und das kreativen Potential von Gruppen besonders geschult und beachtet.
Zielgruppe: Personen, die in und mit Gruppen, in Führungs- und MitarbeiterInnen – Rollen, sowie im Bildungs- oder Beratungsbereich arbeiten. Den Folder des WBC Rollenspielleitung finden sie hier.
Curriculum Psychodrama – RollenspielleiterIn
a Basis-Selbsterfahrungs- und Trainingsgruppe 150 AE
b Sonderseminare: Rollentheorie, Soziometrie,Soziodrama,... 60 AE
c Praxis 60 Stunden
d Supervision 15 AE (Arbeitseinheiten)
Kosten für diesen Lehrgang: ca.3000 €
Der Basisgruppenpreis ab 2008 berträgt: 2250 €
Veranstaltungsort: Wien
Lehrgangsleiterinnen der Basisgruppe sind:
Mag.a Maria Stockinger: O699/ 1 285 79 19 mar.stockinger@gmx.at
Susanne M. Hackl: 0664/ 20 28 144 susanne.hackl@blackbox.net
Details zum curriculum:
Inhalte der 10 Seminare (150 Std) der Basisgruppe:
1. Die Bühne Analyse der eigenen Arbeitsfelder und mögliche Psychodrama-Anwendungen im Arbeitsfeld, eigene Fähigkeiten und Kompetenzen wahrnehmen und erweitern
2. Requisiten des Psychodramas Grundregeln der Psychodrama-Leitung und Psychodrama (PD)-Techniken: Rollen in der Gruppe, Selbst-Fremdwahrnehmung
3. Ich und die Gruppe - die Gruppe und ich Psychodramaablauf: a. PD-Formen d. Erwärmungsphase b. PD-Formen der Spielphase c. PD-Formen der Abschlußphase
4.-9.Seminar: Eigene Probeleitungen mit Tutorin und Feedback der Gruppe und der Leiterinnen Transfer des Erlernten in die eigenen Arbeitsfelder oder im eigenen Handeln in der Gruppe
4. Mein Platz in der Gruppe
5. Mein Körper und ich
6. Eine Shakespeareinszenierung
7. Es war einmal…-Arbeit mit Märchen
8. Maskenball - das szenisches Spiel
9. Die Inszenierung – Abläufe, Strukturen
10. Rollenerweiterung - gelungene Inszenierungen, Abschied, Rückblick