Angebote
Psychodrama Psychotherapie
Grundsätzlich
"Psychotherapie" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet ursprünglich: den ganzen Menschen (seine Seele, sein Gemüt, seinen Verstand, seine Lebenskraft) begleiten, heilen, pflegen und ausbilden. Die Tätigkeit der PsychotherapeutInnen unterscheidet sich von der psychiatrischen (ärztliche Richtung) und der psychologischen (diagnostisch/trainingsorientiert) Berufsausübung.
Ziele von Psychotherapie
- Sie ist ein ziel- und veränderungsorientiertes Heilverfahren bei seelischen Leidenszuständen.
- Sie unterstützt in Lebenskrisen.
- Sie bietet fundierte Methoden zur persönlichen Weiterentwicklung an.
- Sie fördert persönliches Wachstum, Reife und Lebensfreude.
Besonderheiten der Psychodramatherapie?
Fragt man Personen nach Abschluss einer psychodramatherapeutischen Behandlung, was sie am meisten an dieser Methode geschätzt und was sie am hilfreichsten erlebt haben, so antworten viele, dass sie gerade durch die psychodramatischen Techniken, wie das Doppeln, den Rollentausch oder durch den Einsatz von Intermediärobjekten, wie etwa Fotos oder Handpuppen, sehr schnell und fast spielerisch auf den Kern ihres Problems gestoßen sind. In einer Psychodrama-Therapie kann, wie im kindlichen Spiel, vieles ausprobiert werden ohne, dass man gleich mit sozialen Konsequenzen rechnen muss. Wie spürt sich das an, wenn man eimal so richtig auf den Tisch haut, wie, wenn man als selbstbewusste und alle in ihren Bann ziehende Femme fatal auf einen Ball geht oder seinem bedürftigen inneren Kind Trost zuspricht. Laut J.L. Moreno, dem Begründer des Psychodramas, sind psychische Störungen Beziehungsstörungen, die durch Rollenfixierung und Rollendefizite entstanden sind und spontanes und kreatives Handeln verhindern. Lässt man sich auf diese Therapieform ein, erweitert sich das Rollenrepertoires und die Rollenflexibilität wird vergrößert, was zum Heilungsprozess führt.
Ansätze und therapeutische Praxis des Psychodrama
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Ansätze und therapeutische Praxis
Der therapeutische Ansatz des Psychodramas basiert auf Begegnungen. Das therapeutische Ziel ist das gegenseitige realistische Wahrnehmen von Menschen in sozialen Situationen und entsprechendes Handeln. Der Begründer des Psychodramas und der Soziometrie ist der Wiener Arzt J. L. Moreno, ein Urvater der humanistischen Psychotherapie und Mitbegründer der Gruppenpsychotherapie.
Psychische Störungen sind für Moreno Beziehungsstörungen durch Rollenfixierung, Rollendefizite, Behinderungen in der Verwirklichung kreativer Möglichkeiten; die Spontaneität kann gehemmt oder destruktive enthemmt sein. Störungen der Rollenentwicklung können durch somatische Defekte oder Mangelerscheinungen, sowie durch traumatisierende Einwirkungen, mangelnde Interaktionsmöglichkeiten im sozialen Feld oder als Ergebnis innerer Rollenkonflikte, Abspaltung von Rollen, verursacht werden (Leeb, 1991, S. 105, zit. nach Ottomeyer, 1992). Die Grenzen zwischen „normalem“ und „pathologischem“ Rollenverhalten sind beim psychodramatischen Gesundheitsbegriff fließend. „Verrückt“ ist kein Grund zur Ausgrenzung, es ist Zeichen einer kreativen, produktiven Rollengestaltung in bestimmten sozialen Situationen (vgl. Ottomeyer, 1992).
Das personenzentrierte Psychodrama ermöglicht durch die szenische Darstellung gegenwärtiger, vergangener zukünftiger oder phantasierter Situationen innerhalb der Gruppe, in Paar- oder Einzelsitzungen, die Klärung problematischer zwischenmenschlicher Beziehungen, das Erkennen und Beheben von Kommunikationsstörungen und dysfunktionaler Interaktionen, die Entwicklung fehlender Rollen und innerer Figuren sowie den Abbau bzw. die Umwandlung destruktiver Rollenmuster. Das Psychodrama ist in seiner Lebendigkeit und Vielfalt ein originelles, integratives Verfahren zur Förderung kreativer Lebensgestaltung.
PsychotherapeutInnen finden!
Vorerst gibt es hier einen Link zur allgemeinen Datenbank des ÖAGG, wo sie unter Angabe bestimmter Kriterien PsychotherapeutInnen aus einer Liste wählen können.
Allgemeine Informationen zur Psychotherapie
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Erstgespräch
Im Erstgespräch, das einige PsychodramatherapeutInnen auch gratis anbieten, wird das Anliegen der KlientIn dargelegt und die Zielsetzungen der Therapie festgelegt. Was soll sich zum Beispiel verändert haben, wenn die Therapie beendet ist, woran kann der/die Klientin erkennen, dass die Psychodramatherapie gewirkt hat.
Auch die Rahmenbedingungen müssen abgeklärt werden. Einzeltherapiestunden dauern meist 50 Minuten, Gruppentherapiestunden 90 Minuten, wenn sie wöchentlich stattfinden und 180 Minuten, wenn sich die Gruppe alle zwei Wochen trifft.
Kosten
Wichtiger Teil der Rahmenbedingungen sind die Kosten. Für Einzeltherapiestunden kann zwischen € 66 und € 133 verrechnet werden, für Gruppentherapie pro 90 Minuten € …. Manche TherapeutInnen bieten auch Sozialtarife an.
Ein Kostenzuschuss seitens der Krankenkasse von € 21,80 kann bei Psychodrama-TherapeutInnen beantragt werden, die in die Liste des Bundesministeriums eingetragen sind.Psychotherapie auf Krankenschein die zur Gänze von der Krankenkasse übernommen wird, bieten jene TherapeutInnen an, die einen Vertrag mit der Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung (WGPV) oder dem Verein für ambulante Psychotherapie (VAP) haben. Leider gibt es nur ein begrenztes Kontingent dieser Plätze, welches meist rasch vergeben ist, deshalb ist bezüglich Therapie auf Krankenschein mit Wartezeiten zu rechnen. Über die Krankenkasse kann nur dann verrechnet werden, wenn der Grund, warum der oder die KlientIn psychotherapeutische Unterstützung sucht, auch „krankheitswertig“ ist, das heißt, dass eine psychische oder psychiatrische Krankheit vorliegt, die mittels Internationaler Klassifikation psychischer Störungen (ICD - 10) diagnostiziert wurde. Zwischen der ersten und der zweiten psychotherapeutischen Sitzung muss im Falle dieser Art der Verrechnung einE ÄrztIn aufgesucht werden, der oder die bestätigt, dass Psychotherapie indiziert ist und dass das psychische Leiden nicht auf einer physischen Ursache beruht.
In weiterer Folge wird ein Absagemodus besprochen, das heißt, wann man im Vorfeld die Therapiestunde absagen sollte, falls man den Termin nicht einhalten kann, ohne die Stunde bezahlen zu müssen.
Die Gesamtdauer einer Psychotherapie richtet sich vorwiegend nach Art und Intensität der Problematik. Meist muss man mit 20-50 Sitzungen rechnen, damit sich die neu gewonnenen Erfahrungen und Fertigkeiten auch setzen können.
Da die Qualität der Beziehung zwischen dem/der TherapeutIn und dem/der KlientIn für den Therapieerfolg von großer Bedeutung ist, sollte ihm Erstgespräch auch geprüft werden, wie gut man zueinander passt. Wenn man spürt, dass man sich bei dem/der Therapeutin rund um wohl fühlt und man mit den Rahmenbedingungen einverstanden ist, kann man sich getrost auf den therapeutischen Prozess einlassen.
Therapievertrag
Manche TherapeutInnen stellen einen Therapievertrag aus. Dieser beinhaltet meist die im Erstgespräch besprochenen Rahmenbedingungen: Zielsetzung, Kosten, Art der Verrechnung, Absagemodus.
Zum Berufsbild PsychotherapeutIn
Seit 1990 ist "PsychotherapeutIn" in Österreich ein eigenständiger, freier und wissenschaftlicher Heilberuf. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten behandeln Menschen in seelischen Konflikt- und Krisensituationen, bei Beschwerden und psychischen Leidenszuständen. Die psychotherapeutische Ausbildung dauert etwa sieben Jahre und ist im Psychotherapiegesetz geregelt. Die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" und "Psychotherapeutin" ist gesetzlich geschützt.